HVS-Präsident Uwe Vetterlein tritt zurück

24.05.2019

 

Uwe Vetterlein hat am heutigen Freitag sein Amt als Präsident des Handball-Verbandes Sachsen (HVS) im Ergebnis einer außerordentlichen Präsidiumssitzung niedergelegt.

 

Am vergangenen Wochenende hatten ihn die Delegierten beim 10. Ordentlichen Verbandstag noch mehrheitlich in seinem Amt als Präsident des HVS bestätigt. Erst unmittelbar vor dem Wahlakt war durch eine Delegiertenanfrage bekannt geworden, dass Uwe Vetterlein bei der Kommunalwahl in Dresden an diesem Sonntag für die AfD auf Listenplatz 2 im Wahlkreis 4 als Nichtparteimitglied kandidiert.

 

Das Präsidium des Handball-Verbandes Sachsen dankt Uwe Vetterlein für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement – ab 1993 als Vizepräsident, seit 2007 als Präsident des HVS ausdrücklich.

 

Das HVS-Präsidium geht davon aus, dass mit dem Rücktritt ein möglicher Schaden vom Verband abgewendet werden kann. Die Frage nach der Vereinbarkeit der Spitzenposition im größten ostdeutschen Handball-Verband mit dem Engagement für eine öffentlich stark umstrittene Partei hätte zu einer inneren Zerreißprobe mit immer neuen politischen Diskussionen und daraus resultierenden unabsehbaren Folgen führen können. Das Präsidium bedauert, dass Uwe Vetterlein dazu nicht vorab das Gespräch gesucht und damit auch das bisherige Vertrauensverhältnis gestört hat.

 

Das HVS-Präsidium wird auf einer außerordentlichen Sitzung am 12. Juni und in enger Abstimmung mit seinen Gremien über das weitere Vorgehen beraten. Entsprechend der Satzung führt ein Vizepräsident als Interimspräsident bis zum nächsten ordentlichen oder außerordentlichen Verbandstag die Amtsgeschäfte des HVS. Die Reihenfolge der Vertretung regelt § 37 Abs. 2, falls das Präsidium keinen anderen Beschluss fasst.

 

Der Handball-Verband Sachsen versteht sich gemäß seiner Satzung als politisch neutral.

 

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